Ratgeber
Vampire Facial in Düsseldorf: Was hinter dem PRP-Trend steckt
Vampire Facial, Vampirlifting, PRP fürs Gesicht: Wie die Eigenbluttherapie funktioniert, für wen sie geeignet ist, was sie realistisch leisten kann – ärztlich erklärt.
Von Dr. Parnia Jamshidi · LaVand Düsseldorf
Vampire Facial: Ein Name, der mehr verspricht als er sagt
Kaum eine ästhetische Behandlung hat einen so einprägsamen Namen wie das Vampire Facial – auch bekannt als Vampirlifting oder Vampire Lift. Bekannt wurde der Begriff durch Social Media und Prominente. Medizinisch steckt dahinter etwas deutlich Unspektakuläreres und zugleich Interessantes: die Behandlung der Gesichtshaut mit PRP, also plättchenreichem Plasma aus Ihrem eigenen Blut.
In diesem Beitrag erklären wir, wie das Verfahren funktioniert, was es leisten kann – und wo seine Grenzen liegen.
Was ist PRP?
PRP steht für Platelet-Rich Plasma. Aus einer kleinen Blutprobe wird durch Zentrifugation der Anteil gewonnen, in dem die Blutplättchen (Thrombozyten) konzentriert sind. Diese enthalten körpereigene Wachstumsfaktoren, die an Regenerations- und Reparaturprozessen im Gewebe beteiligt sind.
Die Idee hinter der Behandlung: Diese Wachstumsfaktoren gezielt in die Haut einzubringen, um dort Erneuerungsprozesse und die Kollagenbildung anzuregen.
Wie läuft ein Vampire Facial ab?
- Ärztliches Vorgespräch: Hautanalyse, Anamnese und Klärung, ob PRP für Ihr Anliegen sinnvoll ist
- Blutentnahme: Es wird eine kleine Menge Blut abgenommen – vergleichbar mit einer Routine-Blutuntersuchung
- Aufbereitung: Das Blut wird zentrifugiert, das plättchenreiche Plasma wird abgetrennt
- Anwendung: Das Plasma wird mit feinen Nadeln in die Haut eingebracht oder mit Microneedling kombiniert
- Nach der Behandlung: Leichte Rötungen und kleine Einstichstellen sind normal und klingen meist innerhalb von ein bis zwei Tagen ab
Die Behandlung dauert inklusive Vorbereitung in der Regel 45 bis 60 Minuten. Auf Wunsch wird vorher eine betäubende Creme aufgetragen.
Was kann PRP im Gesicht realistisch leisten?
PRP ist kein Lifting im chirurgischen Sinn – der Name „Vampirlifting“ ist hier irreführend. Es hebt kein Gewebe an und ersetzt kein verlorenes Volumen. Ziel ist vielmehr eine Verbesserung der Hautqualität:
- feinere Hauttextur und ein gleichmäßigeres Hautbild
- mehr Frische und Ausstrahlung
- Unterstützung bei feinen Linien, etwa um die Augen
- Unterstützung der Haut bei oberflächlichen Aknenarben (häufig in Kombination mit Microneedling)
Die Veränderungen entwickeln sich schrittweise über Wochen, da sie auf körpereigenen Prozessen beruhen. Die Studienlage zu PRP in der Ästhetik ist vielversprechend, aber noch nicht so umfangreich wie bei etablierten Verfahren. Ergebnisse fallen individuell unterschiedlich aus.
Für wen ist ein Vampire Facial geeignet?
PRP kann sinnvoll sein, wenn Sie:
- Ihre Hautqualität verbessern möchten, ohne Volumen hinzuzufügen
- eine Behandlung mit körpereigenem Material bevorzugen
- erste Zeichen der Hautalterung sanft angehen möchten
Nicht geeignet ist PRP unter anderem bei bestimmten Blut- und Gerinnungserkrankungen, akuten Infektionen, aktiven Hauterkrankungen im Behandlungsbereich, während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei bestimmten Medikamenten. Das klären wir im ärztlichen Vorgespräch.
Wie viele Sitzungen sind sinnvoll?
In der Regel wird PRP als Serie von drei Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen geplant. Zur Erhaltung kann eine Auffrischung alle 6 bis 12 Monate sinnvoll sein. Der genaue Plan richtet sich nach Ihrer Haut und Ihren Zielen.
PRP im Vergleich zu anderen Hautqualitäts-Behandlungen
| Behandlung | Wirkprinzip | Typischer Einsatz |
| PRP (Vampire Facial) | Körpereigene Wachstumsfaktoren | Textur, Frische, feine Linien |
| Skinbooster / Profhilo® | Hyaluronsäure für Feuchtigkeit | Hydration, Spannkraft |
| Polynukleotide | Biostimulation | Hautqualität, Elastizität |
| Mesotherapie | Wirkstoff-Mikroinjektionen | Hydration, Frische |
Welches Verfahren – oder welche Kombination – für Sie passt, hängt von Ihrem Hauttyp und Ihrem Ziel ab.
Wie sicher ist die Behandlung?
Da ausschließlich Ihr eigenes Blut verwendet wird, sind allergische Reaktionen auf den Wirkstoff selbst sehr unwahrscheinlich. Wie bei jeder Injektion können dennoch Rötungen, Schwellungen, kleine Blutergüsse und selten Infektionen auftreten. Entscheidend sind sterile Aufbereitung, hygienisches Arbeiten und ärztliche Durchführung.
Häufige Fragen
Tut ein Vampire Facial weh?
Die meisten Patient:innen empfinden die Behandlung mit betäubender Creme als gut erträglich – eher als Kribbeln oder leichtes Pieksen.
Wann sehe ich Ergebnisse?
Erste Veränderungen der Hautfrische zeigen sich oft nach einigen Wochen. Die volle Wirkung entwickelt sich meist über die Behandlungsserie.
Ist das Vampire Facial dasselbe wie PRP für die Haare?
Das Prinzip ist identisch – körpereigenes Plasma. Behandlungsbereich, Technik und Behandlungsplan unterscheiden sich jedoch.
Unser Ansatz bei LaVand
Bei LaVand steht vor jeder Behandlung ein ärztliches Beratungsgespräch. Wir schauen gemeinsam, ob PRP für Ihr Anliegen die richtige Wahl ist – oder ob ein anderes Verfahren besser passt. Ehrlich, individuell und ohne Druck.
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